Paradoxes und virales Marketing

Das Bonmot, es gäbe keine schlechte Publicity, geht ausnahmsweise mal nicht auf Oscar Wilde zurück, sondern wird für gewöhnlich  Dolly Parton zugeschrieben. Wenn das in Deutschland jemand wirklich verinnerlicht hat, dann die Damen und Herren vom Axel-Springer-Verlag.

Machen sie einfach mal eine Kampagne, wo Prominente im Grossformat ihre ZEITUNG dissen dürfen. Gegen lächerlich geringes Honorar, das irgendeinem wohltätigen Zweck zufliesst. Wenn sich jemand öffentlich darüber aufregt, dass das ja allen kessen Sprüchen zum Trotz doch bloss Werbung für die ZEITUNG ist, ist auch das Werbung für die ZEITUNG.

Nun kündigen sie öffentlich an, ihr Jubiläum zu zelebrieren, indem sie jedem deutschen Haushalt ungefragt ein Freiexemplar zustellen. Auch dagegen kann man sich verwahren. Tatsächlich habe ich bereits drei Mails von besorgten Freunden bekommen, die mich genau dazu auffordern. Werde ich wohl auch machen, fühlt sich aber irgendwie auch an wie Werbung für die ZEITUNG. Und ist auch nicht weniger Aufwand, als das Freiexemplar gleich im Treppenhaus in den eigens dafür vorgesehenen Behälter zu verfrachten.

Und jetzt sage bloss keiner, ich würde hier für irgendwas Werbung machen!

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