Mehr zu Facebook

Eigentlich zu GAFA (Google, Apple, Facebook, Amazon) insgesamt. Während ich nicht dazu komme, meine allgemeinen Bedenken bzgl. des Facebook-Geschäftsmodells weiter auszuformulieren, überholt mich das wirkliche Leben mal wieder auf allen Seiten.

Zum Beispiel in form der folgenden Posts:
Forget Apple, Forget Facebook: Here’s The One Company That Actually Terrifies Google Execs von Nicholas Carlson
Dear Mark Zuckerberg von Dalton Caldwell
Jammern hilft nicht gegen Netz-Sheriffs von -wieder mal – Sascha Lobo

Ich hatte ja zwischenzeitlich vor, insbesondere nochmal auf den Standpunkt der Spackeria und Post-Privacy-Bewegung einzugehen, dass soziale Netzwerke und Privatsphäre in ähnlicher Weise grundsätzlich kollidieren wie freier Datenverkehr und Geschäftsmodelle, die auf dem Verkauf oder Verleih von Datenträgern basieren.

Da ist durchaus was dran, in vielerlei Hinsicht ist Privatsphäre zunächst mal nur gesellschaftliches Konzept und Konvention – wie Urheberschaft und Urheberrecht auch. Folglich befinden wir uns auch hier bereits in einem gewaltigen Transformationsprozeß, dessen Ende noch nicht abzusehen ist.

Aber dass wir uns – nachdem wir uns damit abgefunden haben, dass uns der Medienkonsum allseits durch Werbung versüßt wird – nun auch daran gewöhnen werden, dass unser Sozialleben untrennbar mit Werbung vermengt wird, wage ich immer noch zu bezweifeln. (Dazu gibt es übrigens eine grausig schöne Passage in Neil Stephensons The Diamond Age, wo sich die Prolls irgendwelche Medien- und Game-Interfaces implantieren lassen, die natürlich preisgünstiger sind, wenn sie auch Werbung abspielen. Diese Funktionalität lässt sich aber hacken und dann zuspammen, wodurch die Empfänger tendenziell in Wahnsinn und Selbstmord getrieben werden.)

Die weitgehende Fixierung auf Werbung bleibt also mein Haupt-Kritikpunkt an Facebooks Geschäftsmodell, auch wenn die Diskussion – siehe obige Posts – mittlerweile zum Teil schon weiter ist. Vielleicht kommt es aber auch wie beim Fernsehen – die einen kennen Spielfilme ohne Pinkelpausen schon gar nicht mehr und die anderen zahlen für Kino, DVD oder werbefreie Kabelkanäle. Und für die Explicit Lyrics.

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Eine Antwort zu Mehr zu Facebook

  1. Pingback: Facebook – Last des Erfolgs | Virtualista

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