What’s Wrong with the Deutsche Bahn? (Teil 2)

Hier jetzt Teil 2. Was haben die Deutsche Bahn und die FIFA gemeinsam? Beide ermöglichen ihren Endkunden technologisch Dinge, die dem eigenen Personal verwehrt bleiben. Dadurch stehen letztere des Öfteren wie Deppen da.

Was ich meine ist Folgendes: Alle hochklassigen Fußballspiele werden heutzutage von mehreren Kameras gefilmt. Kommt es zu einer kritischen Situation (Abseits, Foul, strittiges Tor) lässt sich mit Hilfe der Aufnahmen in den allermeisten Fällen rasch Klarheit schaffen. Dadurch wissen die Fernsehschzuschauer innerhalb kürzester Zeit, ob der Schiedsrichter auf dem Feld richtig lag oder nicht.

Und das Publikum auf den Rängen im Stadion weiß es auch rasch genug, so es nur mit seinem Telefon Empfang hat. Falls nicht ohnehin ‚versehentlich‘ die entsprechenden Bilder über die Anzeigetafel im Stadion laufen. Das gab es ja auch schon.

Das Schiedsrichtergespann bemerkt krasse Fehlentscheidungen bis zum Abpfiff der jeweiligen Halbzeit bestenfalls an den Reaktionen der Umstehenden. Das ist ein Anachronismus – und er setzt die Entscheidungsträger auf dem Feld einem unheimlichen Druck aus. Gegebenenfalls stehen sie einfach vor aller Welt als Trottel da. Zumindest wird aber ihre Autorität deutlich untergraben.

So ähnlich verhält es sich mit den Zugbegleitern der deutschen Bahn. Auch hier wird der Informationsvorsprung des Publikums Hauptsächlich durch die Qualität des Netzempfangs beschränkt.

Szenen, in denen hilfsbereite Passagiere Schaffnern per Smartphone Auskunft zu Verspätungen von Anschlusszügen, etc. geben, sollen wohl nicht so selten sein. Auch hier gilt der Spruch von William Gibson: „The future is already here – it’s just not very evenly distributed.“

Und das genau sollte Aufgabe eines verantwortungsbewussten Arbeitgebers sein – dem eigenen Personal bitteschön die gleichen Werkzeuge und Informationen zur Verfügung zu stellen, wie der Kundschaft!

Und von den Informationen, die es ganz klar gibt – Wo genau befindet sich Zug X gerade? Wieviele Karten sind für diesen Zug verkauft worden? Gibt es noch unreservierte Plätze? Wo sind die (von da aus, wo ich mich gerade befinde)? , an die aber aktuell überhaupt keiner der Betroffenen herankommt, mal ganz zu schweigen.

Fürs erste fände ich es schon schön, wenn man einer App auf einfache Art und Weise klar machen könnte, dass man jetzt gern die Fahrplaninfo zu genau dem Zug hätte, in dem man gerade sitzt. Und sei es, indem man einen QR Code abfotografiert.

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