Gerade gelesen – Neal Stephenson: Anathem

Beim Cryptonomicon wurde ich ja den Verdacht nicht los, Stephenson habe Pynchons V. und Gravity’s Rainbow gelesen und gedacht: Zweiter Weltkrieg – da kann ich aber ein wilderes Garn spinnen und das gleichzeitig packender rüberbringen.

Bei Anathem war seine Überlegung wohl eher „was käme dabei heraus, wenn sich Roger Penrose, Umberto Eco und J.R.R. Tolkien zusammen täten, um einen SF-Wälzer zu schreiben?“

Beide Male ist das Ergebnis bei allem Umfang durchaus unterhaltsam. Da ich Anathem ohne Vorkenntnisse in Form von Empfehlungen, Rezensionen, Klappentexten und anderen Spoilerschleudern konsumiert habe, kam ich zu der interessanten Überlegung, wie eine Zivilisation in 3600 Jahren wohl die Geschichte unserer Zeit erzählen würde.

Das ganze geistesgeschichtliche Meme-Dropping – hier Höhlengleichnis, da Occam’s Razor, usw. – fand ich hingegen eher ermüdend. Wenn man schon Penrose, Eco und Tolkien am Start hat, kann man doch eigentlich auf Jostein Gaarder gut verzichten.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Literatur abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s