(Geschäfts)idee des Monats: Kommunales Pfandgeschirr

Ich bin diesen Sommer auf der einen oder anderen Großveranstaltung gewesen, was zu folgender Überlegung Anlass gibt: Wenn man in Berlin ein größeres Event im öffentlichen Raum plant, dann fängt man sich umgehend eine ganze Reihe von Auflagen ein. Das geht von Sanitäranlagen und Müllbeseitigung bis hin zu Sicherheitsdiensten, Zäunen und Zugangskontrollen.

Dessen ungeachet herrschen Berlin an zentralen Orten wie Breitscheidplatz, Alex und Straße des 17. Juni gefühlt das halbe Jahr Budenzauber und Ringelpiez, umgeben von einem Reigen aus Flohmärkten, Volks- und Straßenfesten.

Wieso kann dann die Stadt nicht auch die Verwendung von Pfandgeschirr und -bechern verbindlich vorschreiben? Und zwar vernünftigerweise einer Handvoll genormter Formate, die man dann unbesehen an jeder Bude wieder eintauschen kann! Mit Bierpullen und mit Plastikbechern in Waldbühne, Wuhlheide und im Olympiastadion klappt das ja auch.

Man könnte dann jeden, der doch noch seine eigene Pommespappe verteibt und der vor allem das Pfandgeschirr nicht zurücknimmt, mit einer saftigen Strafgebühr belegen. Die Stadt könnte einen kommunalen Grundstock des Materials anlegen, den man an Veranstalter und Gastronomen verleihen kann und der als Puffer dient, falls tatsächlich an einer Stelle mal übermäßig viel Geschirr zurückbekommt. Und man könnte bei großen Veranstaltungen zentrale Rückgabestellen einrichten, wo das Zeug direkt gespült und dann wieder an Futterstände und Trinkbuden ausgeteilt wird.

Ist vielleicht nicht so sexy, wie allenthalben mit Buzzwords à la EcoMobility rumzuposen, aber ich sehe das als echte Alternative zu den momentan üblichen Müllbergen.

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