Stadtluft

Es hat sich jetzt mehrmals so ergeben, dass ich Kolumnen von Don Alphonso mit einer ordentlichen Portion Berlin-Bashing auf dem Heimweg in der Ringbahn gelesen habe. Das hat mich mit einem merkwürdig wohligen Gefühl der Dekadenz erfüllt. Quasi besser als Wegbier.

Selbstverständlich kann es schon morgen passieren, dass mir irgendwo in dieser Stadt um meines Smartphones willen der Schädel eingeschlagen wird oder dass es endlich einem Rechtsabbieger gelingt, mich zu überrollen.

Aber bis dahin bin ich wenigstens 20 Jahre lang munter über den Alex geradelt und um die Siegessäule und nicht durch eine Kulturlandschaft, die von allen Stöckchen bereinigt wurde. Ich habe nicht gramerfüllt in einer Bayrischen Kleinstadt gehockt und sorgenvoll nach Norden gestarrt, ob der Horden, die vom Nordufer des Mains dräuen. Oder nach Süden, auf die, die über die Aplenpässe kommen.

Nicht falsch verstehen – jedem das Seine! Aber ich habe in Berlin reichlich Spaß gehabt und möchte den auch nicht missen. Ich kann aus meinem Schlafzimmer den Konzertlärm eines Clubs hören und die S-Bahn und finde das in Ordnung. Wie jeder weiß, der hier mal ein paar Texte liest, bin ich mit vielem in Berlin nicht einverstanden. Aber aufs Land ziehen will ich deshalb noch lange nicht!

P.S. Soundtrack zu diesem Post: The Jam – That’s Entertainment.

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